Narben – Probleme und Pflege

Eine Narbe geht meist nicht spurlos an einem vorbei. Während Männer diverse Narben als Zeichen von Männlichkeit und Stärke empfinden, reagieren Frauen mit Abneigung gegen diese. Je nachdem, wie groß eine Narbe ist und in welcher Ausprägung sie sich auf einem Körperteil befindet kann sie als unschön und störend empfunden werden. Besonders im Bereich von Armen, Dekolleté und Gesicht können Narben zu mangelndem Selbstwertgefühl und abgeschwächtem Selbstbewusstsein führen – im Schlimmsten Fall gehen seelische Probleme mit ein. Dies gilt vor allem für Narben, die durch schwere Unfälle entstanden sind.

Die Auswirkungen von Narben

Üblicher hingegen sind Schmerzen, Juckreiz und Brennen der betroffenen Stelle. Gerade bei wulstigen Narben kann es zur Spannungsbildung der Haut führen, was als unangenehm empfunden wird. Mitunter bilden sich Flüssigkeitsansammlungen, sprich Ödeme im Narbengebiet. Oftmals ist die Haut im diesem Bereich sehr empfindlich und reagiert gestört auf Temperaturschwankungen oder Berührungen. Bereits ein harmloser Stoß kann als Schmerzempfindung wargenommen werden. Sind die Narben im Bereich des Gesichts können Probleme mit der Mimik auftreten, da die Haut nicht mehr so elastisch ist. Im Falle von Narben nach Gelenkoperationen muss mit einer beeinträchtigten Beweglichkeit gerechnet werden.

Störung der Energiebahnen durch Narben

Manche Mediziner sind zudem der Meinung, dass durch eine Narbe die Energiebahnen (Meridiane) des Körpers gestört sind. Dadurch wird der Energiefluss behindert oder gar gekappt, was zu Beschwerden führen kann. Dabei sind die Auswirkungen nicht auf den Bereich der Narbe beschränkt. Beispielsweise kann die Narbe einer Blinddarmoperation Kopf- und Nackenschmerzen verursachen.

Wichtige Aspekte der Narbenpflege

Die Vollständige Heilung einer Narbe kann bis zu zwei Jahren dauern. Bis dahin kann diese soweit gepflegt werden, dass im besten Fall danach keine korrigierenden Maßnahmen mehr nötig sind. So sollte die Kleidung nicht zu eng an der Narbe anliegen und eher weich als hart gewählt werden. Wer auf Zigaretten verzichtet tut der Wundheilung etwas gutes, da Nikotin die Durchblutung verschlechtert und dadurch die Wundheilung verzögert. Es sollten starke Temperaturreize (Kälte und Wärme), sowie direkte Sonneneinwirkung vermieden werden. Beim Sport darf das vernarbte Gewebe nicht ruck- oder stoßartig belastet werden, da es sonst aufbrechen könnte. Auch das gezielte Massieren (fragen Sie vorher einen Physiotherapeuten) sowie Cremes und Gels fördern die Narbenheilung.