Narbenheilung mit Creme

Eine Narbe entsteht als sichtbares Zeichen der Selbstheilungskräfte der Haut: Falls durch eine Verletzung  die natürliche Kollagenschicht der Haut zerstört wird, wird diese durch eine Art „Ersatzgewebe“ ersetzt, welche das Narbengewebe darstellt. In so einem Fall ist das Hautgewebe nicht mehr so fein und elastisch wie im Normalzustand, die Narbe wird sichtbar.

Durch das Auftragen von speziellen Narbencremes kann jedoch gerade bei kleineren Narben Abhilfe geschaffen werden. In einer Narbencreme wirkt typischerweise durch eine Kombination von Wirkstoffen: Heparin erhöht die Elastizität der Haut und verhindert eine „knotige“  Narbenbildung. Harnstoff oder Urea  stärkt  als Feuchtigkeitsregulator die natürliche Barrierefunktion der Haut. Durch Zugabe von Campher wird eine durchblutungsanregende Wirkung erzielt. Durch diese Verbesserung der  Mikrozirkulation kann die Haut besser mit Nährstoffen versorgt werden. Für eine erfolgreiche Behandlung einer Narbe mit Creme muss bereits möglichst bald nach dem ersten Ausheilen der Wunde mit dem Auftragen begonnen werden.  Eine Narbenbehandlung in der Folge einer Operation sollte z.B. am Tag nachdem die Fäden gezogen wurden beginnen. Auf diese Weise können ungünstige Entwicklungen der Narbenheilung möglichst verhindert werden, ohne dass der eigentliche Heilungsprozess durch Massagen o.ä. gestört wird.

Durch regelmäßiges kräftiges Einmassieren mit Narbencreme können sich die Inhaltsstoffe besonders wirksam entfalten.  Diese Kombination der in Narbencreme enthaltenen Wirkstoffe und der erhöhten Mikrozirkulation durch die Massage verbessert die Elastizität des Narbengewebes und verringert die Spannungen der Haut. Um möglichst gute Ergebnisse zu erzielen, ist es dabei notwendig, die betroffenen Hautstellen möglichst mehrmals täglich einzucremen und die so lange zu massieren, bis die Creme vollständig in die Haut eingedrungen ist. Gerade bei älteren Narben empfiehlt sich u.U. auch ein Cremeverband, indem eine dickere Schicht Creme über Nacht auf die betroffene Stelle einwirken kann.

Bildquelle: labormikro @ flickr

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