Narbenoperation und Dermabrasion

Schwerwiegende Narben, die dauerhaft zu einer erheblichen Beeinträchtigung, sei es aus kosmetischer Sicht oder bezogen auf die Beweglichkeit führen, müssen operativ entfernt, respektive gemildert werden. Allerdings kann nicht jede Narbe operativ behandelt werden. Ist dies jedoch erlaubt, so wird versucht diese zu verkleinern bzw. zu glätten. Dazu kommen verschiedene Operationsverfahren zum Einsatz.

Die drei Operationstypen

Bei kleineren Narben können diese herausgeschnitten und anschließend wieder vernäht werden. Bei der anschließenden Heilung wird darauf geachtet, dass die neue Wunde sich gut entwickelt. Das Verfahren ist im Falle von Keloiden jedoch nicht möglich, da diese Form von Auswucherungen die Neigung besitzen, erneut wieder aufzutreten. Aufgrund der hohen Rezidivrate muss nach der Operation eine weitere Behandlung erfolgen. Dies kann z.B. in Form einer Röntgenweichstahltherapie erfolgen. Bei dieser wird das Narbengewebe mit einer oberflächlichen Röntgenstrahlung behandelt. Dadurch soll die Neubildung des Keloides verhindert werden. Ebenso ist in vielen Fällen eine Injektionstherapie mit Kortikoiden oder Interferonen oder eine Drucktherapie nötig. Da sich Keloide wieder zurückbilden können, sollte eine solche OP erst nach einem Jahr unternommen werden. Bei starken Einschränkungen kann allerdings früher darauf zurückgegriffen werden.

Eigenhauttransplantation und Narbenplastik

Eine weitere OP-Art ist das Herausschneiden der Narbe und die Transplantation von Eigenhaut, die an einer anderen Stelle des Körpers entnommen wurde. Alternativ kann auf die Narbenplastik zurückgegriffen werden. Hierbei wird der Narbenverlauf operativ so verändert, dass keine ungünstigen Zugkräfte die Narbe belasten. Auch sinkt so das Risiko der Neuentstehung von hypertrophen Narben, Keloiden und Verwachsungen. Allerdings sind postoperative Schritte wie die Drucktherapie, Spritzenbehandlung oder Bestrahlung unumgänglich.

Behandlung von Narben mit der Dermabrasion

Auch abgesunkene Narben können nachträglich behandelt werden. Bei der Dermabrasion werden die Ränder der Narben mit einem Diamantschleifer bearbeitet, der sich mit 30.000 Umdrehungen pro Minute dreht. Dadurch können die Narbenränder flacher gestaltet werden, so dass sie nicht mehr so auffallen. In einem Zug wird dabei auch die Narbe geschliffen, um sie glatter und unauffälliger zu machen. Großflächige Narben erfordern eine mehrmalige Behandlung, welche in Vollnarkose durchgeführt wird. Bei hypertrophen Narben ist die Dermabrasion nicht wirklich optimal, da es erneut zu einer Narbenwucherung kommen kann.